Chronik

Im Jahre 1978 fing alles an………………….

 

Einige junge Männer trafen sich in unregelmäßigen Abständen zum Poolbillard in der Gaststätte an der Hansaallee (u.a. Ludger Beckmann und Edgar Müller).

Dieses mehr hobbymäßige Billardspiel änderte sich schlagartig, als ein Karambolagetisch günstig zum Verkauf angeboten wurde, denn Ludger Beckmann hatte an seinem Wohnhaus einen Anbau, der ohne weiteres einen wunderbaren Billardraum hergeben würde –aber „Karambolagetisch“??? was ist das denn ? Keine Löcher zum Versenken der Kugeln und dann nur 3 Spielbälle, 2 weiße (eine mit einem Kringel oder einen Punkt) und eine rote. Die Verwirrung ist groß, bis sich jemand dieser Herausforderung annimmt und Erkundigungen einholt, die ergeben, dass in ca. 30 km Entfernung !!!, also ziemlich nahe, ein Billardclub existiert, der sich „Grüner Tisch Gronau“ nennt und dieses Spiel mit den besagten 3 Kugeln praktiziert und seit langer Zeit dem BAVW (Billard-Amateur-Verband- Westfalen) angeschlossen ist.     NIX WIE HIN

Voller Euphorie fuhren diese jungen Leute zum GT Gronau um Einblick in diese doch seltene Sportart hier im Münsterland zu bekommen.

Schon nach kurzer Zeit steht fest, dass sich die Mitglieder des GT Gronau und die Pooler aus Rheine auf der gleichen Ebene befinden.   BILLARD UND NICHTS ALS BILLARD

Eine Sportart, die sich sowohl mit 10 Lebensjahren oder auch mit 70 noch erlernen lässt.

Beide Seiten wurden sich schnell einig, eine zusätzliche Mannschaft des GT Gronau zu bilden und zwar mit 4 Rheinensern: Ludger Beckmann, Manfred Prior, Edgar Müller und Hermann Runge. Trainiert wurde weiterhin im Hause Beckmann (leider hatte dieser Tisch nicht die geforderten Turniermaße) und zum Heimspiel fuhr man halt nach Gronau. Was tut man nicht alles, um Billard zu spielen, aber was gibt es doch für Zufälle im Leben, oder sollte es so sein?!Gegenüber vom Hause Beckmann wurde ein altes Doppelhaus aus dem Jahre 1896 zum Verkauf angeboten, in dem ein junges Paar, Ursula und Günter Reich, mit ihren Kindern einzog und die neue Nachbarschaft zu einem geselligen Abend verholfen hat.

Hermann Wamelink (Hofnachbar von den Reichs) sagte an dem Abend zu Ludger Beckmann: Du, Lu, warst du eigentlich schon mal in dem Heizungsraum, hier um die Ecke?

Ludger Beckmann: Hermann, willst du mich verarschen, ich bin doch nicht hier, um mir die Heizung anzusehen, darauf erwiderte Hermann: Ich glaube, wenn du siehst, was unsere neuen Nachbarn an der Wand stehen haben, wirst du gar nicht mehr aus dem Raum rauswollen.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Hermann Wamelink, Ludger Beckmann und Günter Reich begeben sich in den Heizungsraum und……………es steht ein Karambolagetisch in Turniergröße und mit eingebauter Tischheizung dort.

Günter Reich, aus Oberhausen nach Rheine gezogen, hat eine große Leidenschaft:

„Das Billardspiel“.

Diese Leidenschaft war so groß, dass er sich, weil es in Rheine offiziell keine Möglichkeit gab, Billard zu spielen, den Tisch aus seiner ehemaligen Stammkneipe in Oberhausen mitgebracht hat und in der vorherigen Wohnung zum Spielen aufgestellt hat, jetzt aber nach dem Umzug gab es noch keinen entsprechenden Raum für das Spielgerät.

Dieser Nachbarschaftsabend, so kann man sich denken, hatte für Günter Reich und Ludger Beckmann nur noch ein Thema: „BILLARD“!!

Nach Gronau fuhr man jetzt nur noch mit 5 Personen, aber wenn man schon 5 Spieler hat, warum sollte man nicht noch 2 dazubekommen, um eine eigene Mannschaft für Rheine zu melden. ( 7 Spieler Pflicht beim Billardkreis Münsterland)

Wir hatten dank Ludger Beckmann einen Raum, dank Günter Reich einen Turniertisch; also zusammensetzen und Pläne schmieden.

Gesagt, getan.

April 1984  war es soweit, dass in Rheine eine neue Sportart in einem neugegründeten Verein ausgeführt wird: „Das Karambolagespiel im BC Rheine 78“ und jetzt offiziell gemeldet beim BKM, der dem BAVW untersteht.

Ab sofort spielten die Rheinenser in der zugeordneten 2. Kreisklasse um Meisterschaftspunkte und gewannen auf Anhieb den Meistertitel zum Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

2 Jahre später gewann diese Mannschaft sogar die Meisterschaft zum Aufstieg in die Münsterlandklasse.

Auf einmal wurden aus ehemals 4 Spielern eine Gesellschaft mit 14 Personen, der Raum bei Beckmanns wurde zu klein und es musste ein zusätzlicher Tisch angeschafft werden, um einen einigermaßen reibungslosen Trainingsablauf gestalten zu können.

Und wieder ein Zufall??

Der TV Jahn Rheine zeigte Interesse an dieser Sportart und erlärte sich bereit, eine neue Abteilung zu gründen und zwar die Billardabteilung.

Schnell wurde man sich einig und so kam es, dass wir seit 1988 in diesem Großverein als selbständige Billardabteilung ein neues Zuhause gefunden haben.

 

Hier noch ein paar alte Fotos bzw. Zeitungsartikel

 

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